Pflegekassen unterstützen bei der häuslichen Pflege bedürftige Menschen mit Pflegehilfsmitteln, wenn dies die häusliche Pflege erleichtert oder Bewerden lindert. Pflegehilfsmittel und technische Hilfen gehören im Kontext der häuslichen Pflege neben anderen Leistungen der Pflegeversicherung wie das Pflegegeld, die Pflegesachleistung, Kombinationsleistung, etc. zu den originären Leistungen der Pflegeversicherung und werden auch bedürftigen Menschen gewährt, bei denen kein Pflegegrad vorliegt.

Kostenlose Pflegehilfsmittel

Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel ist unabhängig vom Pflegegrad.

Tipp: Die Pflegekassen lehnen häufig die Leistungen für Pflegehilfsmittel ab, in der Annahme, für diese würde im Regelfall bei niedrigen Pflegegraden kein Bedarf bestehen. Dies stellt sich aber in Praxis als falsch dar! Bei einer eventuellen Ablehnung sollten Sie daher unmittelbar Widerspruch eingelegt werden und es sollte der MDK hinzugezogen werden. Denn die Bedürftigkeit kann nur von dem MDK oder dem MEDICPROOF festgestellt werden.

Erhöhung für Pflegehilfsmittel auf 40 EUR

Ab 01.01.2015 wird der Kauf von Pflegehilfsmitteln monatlich in Höhe von 40 EUR bezuschusst. Diese Regelung betrifft alle Antragsteller, bei denen der Bedarf festgestellt wird. Pflegehilfsmittel sind in der Regel Produkte, die für die tägliche Arbeit mit dem Patienten benötigt werden. Sprechen Sie uns gerne darauf an. Wir haben hierfür eine sehr einfache und komfortable Lösung, die Ihnen die Produkte monatlich kostenlos bereitstellt.

Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel werden grob in zwei Kategorien unterschieden, zum einen in die Hilfsmittel des täglichen Bedarfs und zum anderen den technischen Hilfsmitteln, wobei bei der Beantragung letzterer Gruppe die Pflegeversicherung die Bewilligung in Abhängigkeit dazu stellt, ob man technische Hilfsmittel bedienen kann. Dies bedingt dann eine separate Schulung in der Handhabung der technischen Hilfsmittel. Diese werden häufig auch leihweise zur Verfügung gestellt.

Pflegehilfsmittel für den täglichen Gebrauch:

  • Wiederverwendbare Bettschutzeinlagen,
  • Saugende Bettschutzeinlagen zum einmaligen Gebrauch in verschiedenen Größen
  • Inkontinenzmaterial wie
  • Vorlagen
  • Windelhosen
  • Schutzbekleidung wie
  • Fingerlinge
  • Einmalhandschuhe
  • Mundschutz
  • Schutzschürzen
  • Hände- und Flächendesinfektionsmittel

Technische Pflegehilfsmittel:

Sofern diese nicht über die Krankenkasse beglichen werden und der Bedarf vorhanden ist.

  • Bettverlängerungen & -verkürzungen
  • Bettgalgen
  • Aufrichthilfen
  • Seitengitter
  • Fixierbandagen
  • Bettzubehör zur Pflegeerleichterung wie Einlegerahmen oder Rückenstützen
  • Bettnachtschränke mit verstellbarer Tischplatte
  • Mehrfunktionsliegestühle
  • Toilettenstuhl
  • Lifter
  • Hausnotrufsysteme
  • Rollstühle
  • Gehwagen
  • Gehgestelle
  • Technische Küchengeräte, die die Möglichkeit zur Verrichtung von hauswirtschaftlicher Tätigkeit ermöglichen
  • Kopfwaschsysteme
  • Ganzkörperwaschsysteme
  • Duschwagen
  • Bettpfannen
  • Urinflaschen
  • Urinschiffchen
  • Urinflaschenhalter
  • Lagerungskissen und Felle

 

Beachten Sie bitte: Nicht zu den Pflegehilfsmitteln gehören Mittel des täglichen Lebensbedarfs, die allgemeine Verwendung finden und üblicherweise von mehreren Personen benutzt werden oder in einem Haushalt vorhanden sind.